Kirschkernkissen für die Jackentasche

Danke, Herbstwetter. Danke, dass ich meine gefütterte Regenjacke brauche, dass jeder Versuch die Haare zu einer Friseur zu legen sofort zunichte gemacht wird, dass mir kalt ist und ich mehr Tee als Wasser trinke und danke, dass Du mich zu diesem Kirschkernkissen für die Jacken- und Hosentasche inspiriert hast.

Ich finde, dass Regen und Sturm durchaus auch etwas Schönes haben kann, wenn man nicht gerade Outdoor-Aktivitäten geplant hat oder zu der Kategorie Menschen gehört, die sofort krank werden.
Da die Heizungsluft im Büro im Moment schnell unerträglich wird, muss ich regelmäßig Stoßlüften und bei dem kalten Wind zur Zeit friere ich dabei sofort. Ich hab mich wieder an diese Knick-Taschen-Wärmer erinnert, die  einem erst die Hände verbrannten, dann kurz angenehm warm waren, und dann hart wurden gekocht werden mussten, wisst ihr, welche ich meine? Von denen hatte ich früher jede Menge, weil sie auch so schnell kaputt gingen wie sie die Hitze verloren haben. Aber sowas in der Art wäre perfekt, nur mit weniger Chemie und am liebsten ohne Plastik. Sowas wie ein Kirschkernkissen. Nur in klein.

Also ab in den Stoff- und Bastelladen meines Vertrauens und die nötigen Materialien besorgt. Ihr braucht:
– kuscheligen Stoff (ich habe Flanell verwendet)
– Kirschkerne
– Nähmaschine und passendes Nähgarn
– eine Schere
– Stecknadeln

Das Projekt eignet sich auch super für Nähanfänger, da ich selber nicht die beste Näherin bin, aber das Ergebnis finde ich dafür ganz gut.

Zunächst habe ich mir aus einem alten Prospekt eine Herz-Schablone geschnitten, die ich etwa 2cm größer gemacht habe, als das befüllte Herz letztendes werden sollte. Natürlich könnt ihr auch einfach Kreise, Quadrate oder sonstige Formen nehmen.
Diese Herz-Schablone habe ich mithilfe von Stecknadeln an den Stoff gepinnt und mir zwei Herzen ausgeschnitten. Achtet dabei darauf, falls ihr einen Stoff habt, dessen Muster richtig- oder falschrum sein kann, dass ihr die Stoffe richtig schneidet.

Jetzt legt ihr die beiden Stoffherzen mit der linken Seite aufeinander, steckt den Stoff fest, und sucht euch einen Stich aus, der euch gefällt . Bei mir fiel die Wahl auf den einfachen Zick-Zack-Stich. Näht die Herzen aufeinander und lasst dafür ca. 1cm Abstand zum Rand, wer das nicht gut abschätzen kann, sollte sich mit Schneiderkreide markieren wo genäht werden muss. Lasst aber eine Öffnung von etwa 2cm, damit die Kirschkerne eingefüllt werden können.

Wie viele Kirschkerne ihr reinmacht, hängt ganz von euch ab. Dabei gilt: je mehr Kerne, desto länger wird die Wärme gehalten. Trotzdem sollten die Frostbeulen unter euch das Herz nicht so vollquetschen, dass die Nähte zu platzen drohen 😉

Jetzt das Befüll-Loch zunähen und um die hässlichen Nähte zu kaschieren (Denkt an den Rückstich!), habe ich ein Holzlabel mit der Aufschrift „handgemacht“ festgenäht.

Fertig. Nicht mal 30 min habe ich dafür gebraucht und bei Kosten für den Stoff von 5€/lfd. Meter und 500g Kirschkerne für 5€, kostet dieses Herz runtergerechnet nicht mal 1,50€. Wenn ihr die Kirschkerne einfach im Sommer aufhebt, säubert und trocknet, wird es sogar noch viel günstiger.

Tja, Regenwetter, Sturmböe oder Hagelschauer – uns und unseren warmen Händen könnt ihr nichts mehr anhaben.

Viel Spaß beim Nachmachen ♥

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